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Der Sauerkrautpoet

"Habe ich da einen Freund gefunden, ganz ohne Hilfe vom norwegischen Staat?"

Elling (40), lebt, nachdem seine Mutter gestorben ist und ihn die Polizei aus dem Kleiderschrank in ein Sanatorium gezerrt hat, mit Kjell Bjarne zusammen in einer Wohnung in Oslo, überwacht von einem Sozialarbeiter. Eines Tages finden sie eine betrunkene und schwangere Frau auf der Treppe. Sie lebt über ihnen, Kjell Bjarne verliebt sich in sie und Elling wird darüber zum Poeten. Auf einem Poetry Slam, der nicht seinen Nerv trifft, lernt er Alfons Jørgensen kennen, von dem er nicht weiss, dass er ein bekannter Dichter ist. Jedenfalls beschliesst Elling, seine Poesie anderweitig zu verbreiten: er klebt seine Gedichte auf die Innenverbackung von Sauerkraut im Supermarkt und fühlt sich als Untergrundpoet: "Ein Muttersöhnchen. Eine anonyme Stimme aus den nachtstillen Straßen."

Ingvar Ambjørnsen, auf dessen Buch Blutsbrüder der Film basiert, hat übrigens selbst eine Zeit als Pfleger in einer psychiatrischen Klinik zugebracht. Und was sagt Psychologie heute dazu? "Echte klinisch-psychiatrische Störungsbilder lassen sich nicht recht ausmachen, Andeutungen und Stilisierungen ausgenommen."

Nachweis: Petter Næss (Regie)/Axel Hellstenius (Drehbuch nach einem Roman von Ingvar Ambjørnsen), Elling, Norwegen: Maipo Film- og TV Produksjon, 2001, 89 Minuten.
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