[>>]

Du bist aber intellektueller als ich...

"Intellektuelle funktionieren wie Datenbanken. Das Suchfeld wird in zwangslosen Gesprächen unfreiwillig vom ungebildeten Konversationspartner ausgefüllt."

Schrieb Benny Denes vor einigen Wochen auf den Seiten von evolver. Ist was wahres dran. Auch daran, dass Intellekt und Intelligenz nicht dasselbe sind, keins von beiden mit tele zu tun hat und darüber hinaus Intellekt ein relatives Konstrukt ist: Einerseits ist es nicht üblich, sich selbst zum Intellektuellen zu erklären, und andererseits benötigt man nur einen Gesprächspartner, der einen als solchen ansieht, um einer zu sein... alles relativ.

Hier findet sich übrigens eine Liste von Wörtern, mit denen man in österreichischen Landwirtschaftskreisen schon intellektuell hervortreten kann. Und auf das hier verweist Denes für anspruchsvollere.

Nachweis: Benny Denes, 1000 Zeichen: Nach dem Lesen: intellektuell, auf http://www.evolver.at veröffentlicht am 6.10.2004, 12:00 Uhr unter http://www.evolver.at/?story=1180, abgerufen am 6.11.2004 um 22:59 Uhr.

El mito desencantado

"So nimmt es nicht wunder, dass Che Guevara Obstbäume und Plantagen platt walzen liess, um Platz zu schaffen für die Monokultur des Zuckers, die Kubas Wirtschaft in den Ruin getrieben hat, dass er sich an der Erschießung von Konterrevolutionären persönlich beteiligte und Homosexuelle zur Umerziehung in Arbeitslager sperren ließ."

Mit diesen Worten von Hans Christoph Buch weckte mich Deutschlandradio Berlin vorgestern morgen. Buch schildert Che Guevara nicht als einen aus proletarischem Klassenbewusstsein handelnden Revolutionär, sondern als einen Bürgersohn, der sich seiner Herkunft und Privilegien schuldig fühle und seine Selbstbestrafungsphantasien auf den Kosmos projiziere. So habe er nicht nur gegen den Willen der sowjetischen Machthaber Blumen am Grab Stalins abgelegt, sondern vor allem als Zentralbankdirektor und Industrieminister die kubanische Wirtschaft in den Ruin geführt.

Mit dem revolutionären Sex-Appeal ausstrahlenden Foto von Alberto Korda und dem Mythos um seinen Märtyrertod in der Dorfschule von La Higuera in den bolivianischen Anden (1967) ist dieses Bild nur schwer in Einklang zu bringen. Dennoch werde ich mir die "Diarios de Motocicleta" ansehen.

Nachweis: Hans Christoph Buch, Blumen auf Stalins Grab, Politisches Feuilleton auf Deutschlandradio Berlin am 4.11.2004 um 7:20 Uhr; online abgerufen unter http://dradio.de/dlr/sendungen/feuilleton/318377/ am 6.11.2004 um 0:19 Uhr.
logo

macondo

aus dem zusammenhang gerissen

User Status

Hallo Unbekannter.
login

Status

Online seit 1908 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 2009-11-18 23:54

Archiv

November 2004
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 5 
 9 
11
12
13
15
16
17
18
21
22
23
24
25
26
28
29
30
 
 
 
 
 
 

Auf dem Nachttisch


Ludwig Friedländer
Sittengeschichte Roms


Julio Cortazar
Rayuela Himmel und Hölle

Suche

 

Mitgezählt

Credits

vi knallgrau GmbH

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page

twoday.net AGB