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Als die Bösen noch böse waren.

"The truth of the life and death of the republic cannot be told to the people who make up the republic. It will be buried, for our own good."

Ein letztes mal Greil Marcus, diesmal über das Original des Manchurian-Kandidaten (Botschafter der Angst, auf deutsch), das er für den unwahrscheinlichsten, absurdesten und extremsten Witz hält, der umso furchterregender wirkt, weil Regie und Darsteller das Kunststück vollbringen, darin extrem glaubwürdig zu wirken. Raymond Shaw selbst bringt statt des Präsidenten seine Mutter um, die ihn mit koreanischer Hilfe programmiert hat, ersteres zu tun, und seinen Stiefvater, der neuer Präsident werden sollte. Und anschließend sich selbst. Und Frank Sinatra als Ben Marco erkennt, wie der Hase gelaufen ist, aber er wird es keinem erzählen, weil keiner es glauben wird: "It can't be told, that the Soviet Union and the People's Republic of China conspired with apparent American fascists, who linked themselves with fascist tendencies in American life, in order to destroy the American republic."

Und das ist der Unterschied zu Jonathan Demmes Remake: multinationalen Konzernen traut das heute jeder zu. Und noch dazu wirken weder Denzel Washington noch Liev Schreiber (oder gar Bruno Ganz) so, als wäre ihr Remake kein Spaß.

Nachweis: Greil Marcus, »A Dream of the Cold War«, in: ders., The Dustbin of History, London: Picador, 1997 (Tb.), S. 192-208, hier 205. (zuerst im Sommer 1989 in Threepenny Review).
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