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Der Ruch des Anrüchigen

"Wer in den fünfziger und selbst noch sechziger Jahren innerhalb und außerhalb einer deutschen Universität angab, er studiere Politikwissenschaft, geriet in den Ruch des Anrüchigen. Die Juristen oder die Historiker unterstellten einem, man widme sich nichts Solidem, schon gar nicht etwas fest Definiertem, und aus dem Freundes- oder Familienkreis tauchte mit entnervender Regelmäßigkeit die Frage auf, on man denn Politiker oder dessen höchste deutsche Steigerung, Bundeskanzler, werden wolle."

Hat sich daran denn irgendetwas geändert, außer der Omnipräsenz von Parteienforschern?

Nachweis: Manfred Mols, »Politik als Wissenschaft. Zur Definition, Entwicklung und Standortbestimmung einer Disziplin«, in: ders., Hans-Joachim Lauth und Christian Wagner (Hg.), Politikwissenschaft: Eine Einführung, Paderborn u.a.: Ferdinand Schöningh, 21996 (= UTB Uni-Taschenbücher 1789), S. 21-59, hier: 21.