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Marodes Schiff und eiserner Wille

"Wie kommt es, daß kein einziges Stück Holz an diesem Schiff in den letzten zwanzig Jahren einen Teerquast zu sehen gekriegt hat? Und noch etwas: Wie kommt kes, daß dieser wurmstichige, faulende, verschimmelte Pißpott überhaupt noch schwimmt?"

Schiffszimmermann Ruggero über die "Lucia", ein Schiff, das unter der Leitung eines Alkoholikers mit einer Mannschaft aus Anglern (nicht Fischern, wie man beim Anheuern dachte) auf dem Weg nach Afrika ist, um im Auftrag Ferdinands von Spanien von Ostia nach Afrika unterwegs ist, dem Papst ein Nashorn zu besorgen, dass dann gegen dessen Elefanten Hannibal kämpfen möge. Mit an Bord: der in Ungnade gefallene Hauptmann Diego, der hofft, dass Ferdinand ihn endlich anhören und rehabilitieren möge, unsere Freunde Salvestro und Bernado, die als nützliche Narren einer als erfolglos angelegten Expedition angeheuert wurden, und eine entflohene schwarze Sklavin, die in Wirklichkeit eine Königstochter ist. Deren Wille ist es letztlich, der das Himmelfahrtskommando sehr viel näher an das nominelle Ziel herankommen lässt, als alle Außenstehenden gedacht hätten.

Die Usedomer Mönche sind übrigens in Rom geblieben.

Nachweis: Lawrence Norfolk, Ein Nashorn für den Papst, aus dem Englischen von Gisbert Haefs, Hanswilhelm Haefs, Gerald Jung und Gisela Stege, München: Albrecht Knaus, 1996, S. 601.
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