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Das beste Argument gegen Freihandel

"Die Vertreter des allgemeinen Schutzsystems sehen die wichtigste Wirkung desselben darin, daß es die Intensität des inneren wirtschaftlichen Lebens, gleichsam die molekulare Bewegung im Gesellschaftskörper steigere, daß die unnötigen Transporte in die Ferne und die dadurch bedingten Abgaben an die nicht selbst produzierende Klasse der Händler wegfallen, daß soweit wie möglich die ganze Güterproduktion der nationalen Arbeit übertragen werde, wobei der Produzent den Konsumenten stets unmittelbar an seiner Seite finde."

Wilhelm Lexis, der obigen blumigen Satz in seinem Lexikonartikel zur Handelspolitik niedergeschrieben hat, ist weder Erfinder noch Vertreter dieser Sichtweise. Er weiß: „Bei dieser Argumentation wird übersehen, daß die ausländischen Produkte, wie schon oben bemerkt, keineswegs auf Kosten des Kapitals oder des Grundstockvermögens des ganzen Landes bezogen, sondern im großen und ganzen gegen inländische Produkte getauscht werden.“

Nachweis: Wilhelm Lexis, »Handelspolitik«, in: ders., Johannes Conrad, Ludwig Elster und Edgar Loening, Handwörterbuch der Staatswissenschaften, 3. gänzlich umgearbeitete Auflage, Bd. 5: Gewinnbeteiligung – Kolonieen und Kolonialpolitik, Jena: Gustav Fischer, 1910, S. 304-316, hier: 313.
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