Die Diktatur misstraut ihrer Unterdrückungskunst
"–Así que –prosiguió Castillo– dentro de unos años, por lo menos cinco calculo: porque a mí me toca la tarifa de los dirigentes: veinte años y un día, pero si hay suerte morirá algún Papa, habrá indulto especial, y luego está lo de la rendición de penas por el trabajo... O sea, entre pitos y flautas me quedo cinco años..., dentro de cinco años, por tanto, usted piensa seguir estando en la brecha, persiguiéndonos... ¿Todavía no habrá acabado lo que ustedes llaman «subversión comunista»?"
Der Kommissar Sabuesa von der Brigade zur Verfolgung kommunistischer Aktivitäten erinnert sich an das Verhör eines Führers der illegalen kommunistischen Partei im Gefängnis von Las Ventas in Madrid. Oder der Erzähler erzählt die Geschichte dem Autor, und Sabuesa ist nur eine der Personen des Romans, wer erinnert sich? Die Kommunistische Partei Spaniens zog nach Francos Tod wieder in das Parlament ein, ist aber heute – offenbar in der Sammelgruppierung Izquierda Unida enthalten – nicht mehr von tragender Bedeutung. Jorge Semprún, der die Geschichte wiedergibt, lebt aber immer noch. Er saß von 1943 bis 1945 im KZ Buchenwald, arbeitete von 1957 bis 1962 am Aufbau einer Untergrundorganisation der KP im franquistischen Spanien mit (in einem späten Kapitel des Romans wird einiges über diese Zeit deutlich) und wurde 1964 von dieser wegen seiner Kritik am Stalinismus von ihr ausgeschlossen. Er war unter Felipe González von 1988 bis 1991 Kulturminister Spaniens – als Staatenloser.
Nachweis: Jorge Semprún, Veinte años y un día, Barcelona: Tusquets, 2003 (6. Auflage Mai 2004), S. 118f.
Der Kommissar Sabuesa von der Brigade zur Verfolgung kommunistischer Aktivitäten erinnert sich an das Verhör eines Führers der illegalen kommunistischen Partei im Gefängnis von Las Ventas in Madrid. Oder der Erzähler erzählt die Geschichte dem Autor, und Sabuesa ist nur eine der Personen des Romans, wer erinnert sich? Die Kommunistische Partei Spaniens zog nach Francos Tod wieder in das Parlament ein, ist aber heute – offenbar in der Sammelgruppierung Izquierda Unida enthalten – nicht mehr von tragender Bedeutung. Jorge Semprún, der die Geschichte wiedergibt, lebt aber immer noch. Er saß von 1943 bis 1945 im KZ Buchenwald, arbeitete von 1957 bis 1962 am Aufbau einer Untergrundorganisation der KP im franquistischen Spanien mit (in einem späten Kapitel des Romans wird einiges über diese Zeit deutlich) und wurde 1964 von dieser wegen seiner Kritik am Stalinismus von ihr ausgeschlossen. Er war unter Felipe González von 1988 bis 1991 Kulturminister Spaniens – als Staatenloser.
Nachweis: Jorge Semprún, Veinte años y un día, Barcelona: Tusquets, 2003 (6. Auflage Mai 2004), S. 118f.
chigliak - 2005-11-25 22:10
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