Wanderer bewirken Gutes
"Ein nicht unwesentlicher Faktor für das Wachsen des Kapitalverkehrs waren die Wanderungsbewegungen, denn die Auswanderer erhielten finanzielle Unterstützungen aus ihrem Heimatland, die sie zum Aufbau neuer Existenzen benötigten, und sie schickten ihre Ersparnisse in die Heimat zurück. Das Risiko der Kapitalgeber war gering, weil die Emigranten mit Geld umzugehen verstanden und der Zinsertrag hoch war, da in den Einwanderungsländern chronische Kapitalknappheit herrschte."
Das gilt für die Zeit vor 1914, als der Warenverkehr durch Zölle zwar (einigermaßen und von Land zu Land unterschiedlich stark) behindert war, Arbeitsmigration und Kapitaltransfer aber (weitgehend) ungehindert vonstatten ging. Gerade die Freiheit der Arbeitsmigration ist DER Unterschied zwischen der "ersten Globalisierung" und der zweiten, heutigen.
Nachweis: Hans Pohl: Aufbruch der Weltwirtschaft. Geschichte der Weltwirtschaft von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg, Wiesbaden: Franz Steiner Verlag, 1989 (= Wissenschaftliche Paperbacks 24 Sozial- und Wirtschaftsgeschichte), S. 270 (mit einer Fußnote, die auf folgende Titel verweist: A.G. Kenwood/A.L. Lougheed: The Growth of the International Economy 1820-1980. An Introductory Text, 2. erw. Auflage, London 1983, S. 47f.; August Sartorius von Waltershausen: Die Weltwirtschaft und die staatlich geordneten Verkehrswirtschaften, Leipzig 1926, S. 289; William Woodruff: Impact of Western Man. A Study of Europe's Role in the World Economy 1750-1960, London/New York 1966, S. 116; Bernhard Roth: Weltökonomie oder Nationalökonomie? Tendenzen des Internationalisierungsprozesses seit der Mitte des 19. Jahrhunderts, Marburg 1984 (= Schriftenreihe der Studiengesellschaft für Sozialgeschichte und Arbeiterbewegung 46), S. 234.)
Das gilt für die Zeit vor 1914, als der Warenverkehr durch Zölle zwar (einigermaßen und von Land zu Land unterschiedlich stark) behindert war, Arbeitsmigration und Kapitaltransfer aber (weitgehend) ungehindert vonstatten ging. Gerade die Freiheit der Arbeitsmigration ist DER Unterschied zwischen der "ersten Globalisierung" und der zweiten, heutigen.
Nachweis: Hans Pohl: Aufbruch der Weltwirtschaft. Geschichte der Weltwirtschaft von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg, Wiesbaden: Franz Steiner Verlag, 1989 (= Wissenschaftliche Paperbacks 24 Sozial- und Wirtschaftsgeschichte), S. 270 (mit einer Fußnote, die auf folgende Titel verweist: A.G. Kenwood/A.L. Lougheed: The Growth of the International Economy 1820-1980. An Introductory Text, 2. erw. Auflage, London 1983, S. 47f.; August Sartorius von Waltershausen: Die Weltwirtschaft und die staatlich geordneten Verkehrswirtschaften, Leipzig 1926, S. 289; William Woodruff: Impact of Western Man. A Study of Europe's Role in the World Economy 1750-1960, London/New York 1966, S. 116; Bernhard Roth: Weltökonomie oder Nationalökonomie? Tendenzen des Internationalisierungsprozesses seit der Mitte des 19. Jahrhunderts, Marburg 1984 (= Schriftenreihe der Studiengesellschaft für Sozialgeschichte und Arbeiterbewegung 46), S. 234.)
chigliak - 2007-02-22 18:46
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