Die Tragik der Holzkohlenfrischer
"Wohl ahnte man, daß unermeßliche Absatzmöglichkeiten und große Gewinne warteten, wenn es nur gelänge, größere Mengen von Eisen zu konkurrenzfähigem Preise auf den Markt zu bringen. Das aber konnte eben nicht gelingen, da die Produktion unter dem Gesetz der zunehmenden Kosten stand. Je mehr Holz verbraucht wurde, umso knapper und teurer wurde es, umso größer wurden auch durch Erweiterung des Zufuhrumkreises die Transportkosten."
Das war ein großes Problem für die Holzkohlenfrischer im Sauerland, im Siegerland und in den übrigen Gebieten Deutschlands nach der Wende zum 19. Jahrhundert. In England wurde schon nach dem Puddelverfahren mit Steinkohle verhüttet, was genau die Vorteile brachte, die das Holzkohlenfrischen nicht zu bieten hatte. In den 1820er Jahren wurden daher die ersten Puddelöfen eingerichtet und bald verlagerte sich die Schmiedeeisenproduktion von den Regionen mit Erz- in die mit Steinkohlevorkommen, unter anderem ins Ruhrgebiet. Dort hatte Fritz Harkort 1824 in Wetter den ersten Puddelofen gebaut, der zwar wirtschaftlich nie florierte, aber Vorbildfunktion hatte. Finanziert worden war Harkort von Heinrich Kamp, der das Harkortsche Werk später auch übernahm. Von Kamps Urururenkelin Kara von Borries, die 1928 in Bonn ihre Inaugural-Dissertation in Volkswirtschaftslehre vorlegte, stammt obiger Satz.
Nachweis: Kara von Borries, Das Puddelverfahren im Rheinland und Westfalen, volkswirtschaftlich betrachtet, Düsseldorf 1929 (Diss. Bonn, vorgelegt 1928), S. 19.
Das war ein großes Problem für die Holzkohlenfrischer im Sauerland, im Siegerland und in den übrigen Gebieten Deutschlands nach der Wende zum 19. Jahrhundert. In England wurde schon nach dem Puddelverfahren mit Steinkohle verhüttet, was genau die Vorteile brachte, die das Holzkohlenfrischen nicht zu bieten hatte. In den 1820er Jahren wurden daher die ersten Puddelöfen eingerichtet und bald verlagerte sich die Schmiedeeisenproduktion von den Regionen mit Erz- in die mit Steinkohlevorkommen, unter anderem ins Ruhrgebiet. Dort hatte Fritz Harkort 1824 in Wetter den ersten Puddelofen gebaut, der zwar wirtschaftlich nie florierte, aber Vorbildfunktion hatte. Finanziert worden war Harkort von Heinrich Kamp, der das Harkortsche Werk später auch übernahm. Von Kamps Urururenkelin Kara von Borries, die 1928 in Bonn ihre Inaugural-Dissertation in Volkswirtschaftslehre vorlegte, stammt obiger Satz.
Nachweis: Kara von Borries, Das Puddelverfahren im Rheinland und Westfalen, volkswirtschaftlich betrachtet, Düsseldorf 1929 (Diss. Bonn, vorgelegt 1928), S. 19.
chigliak - 2005-09-30 16:07
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