Die Nazis und die Arbeitslosen
"Although the attempt to reduce the unemployment statistics by substitute employment and campaigns to remove workers from the register had a limited success between 1933 and 1935, it explains only a small part of the decline [in unemployment, chglk.]. Those on labour service or in Landhilfe worked sometimes for only a few month and then returned to look for regular paid work, so that there was always a gap between official establishment figures and the actual number on the proyects."
Die Beschäftigungsprogramme der Nazis nach 1933 hatten also nur eine sehr geringe Wirkung, gerade beim Arbeitsdienst und in der Landhilfe verdienten die Leute i.d.R. weniger als die (ohnehin geringe) Arbeitslosenunterstützung, und das noch oft in Gutscheinen/Wertmarken, die an bestimmten Stellen einzulösen waren. Und wenn Richard Overy, der den sog. "NS-Wirtschaftsaufschwung" noch relativ positiv bewertet, zu einem solchen Schluss kommt, dann ist mit Zweifelnern und Kritikern wie Ritschl oder Buchheim wohl eine nahezu Wirkungslosigkeit der NS-Beschäftigungspolitik zumindest 1933/34 zu vermuten.
Nachweis: Richard J. Overy, »Unemployment in the Third Reich«, in: ders.: War and Economy in the Third Reich, Oxford: Claredon Press, 1994, S. 37-67, hier: S. 50. Eine Fußnote gibt es auch noch dazu. Die verweist auf: Fritz Petrick, »Eine Untersuchung zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit unter der deutschen Jugend in den Jahren 1933 bis 1935«, Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte 1967/1, S. 290.
Eine einschlägige Arbeit von Albrecht Ritschl ist: »Hat das Dritte Reich wirklich eine ordentliche Beschäftigungspolitik betrieben?«, Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte 2003/1, S. 125-140 (als PDF-Datei hier).
Die Beschäftigungsprogramme der Nazis nach 1933 hatten also nur eine sehr geringe Wirkung, gerade beim Arbeitsdienst und in der Landhilfe verdienten die Leute i.d.R. weniger als die (ohnehin geringe) Arbeitslosenunterstützung, und das noch oft in Gutscheinen/Wertmarken, die an bestimmten Stellen einzulösen waren. Und wenn Richard Overy, der den sog. "NS-Wirtschaftsaufschwung" noch relativ positiv bewertet, zu einem solchen Schluss kommt, dann ist mit Zweifelnern und Kritikern wie Ritschl oder Buchheim wohl eine nahezu Wirkungslosigkeit der NS-Beschäftigungspolitik zumindest 1933/34 zu vermuten.
Nachweis: Richard J. Overy, »Unemployment in the Third Reich«, in: ders.: War and Economy in the Third Reich, Oxford: Claredon Press, 1994, S. 37-67, hier: S. 50. Eine Fußnote gibt es auch noch dazu. Die verweist auf: Fritz Petrick, »Eine Untersuchung zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit unter der deutschen Jugend in den Jahren 1933 bis 1935«, Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte 1967/1, S. 290.
Eine einschlägige Arbeit von Albrecht Ritschl ist: »Hat das Dritte Reich wirklich eine ordentliche Beschäftigungspolitik betrieben?«, Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte 2003/1, S. 125-140 (als PDF-Datei hier).
chigliak - 2006-01-07 23:53
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