Das sind wir Deutschen
"Je mehr diese Einstellungselemente aufeinander bezogen werden, umso eher kristallisieren sich Lebensstil-Dispositionen heraus, die sich in der Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland zu neun Lebensstilgruppen zusammenfassen lassen: gehobene Konservative (11%), integrierte ältere Menschen (11%), isolierte alte Menschen (4%), aufgeschlossene, anpassungsfähige Normalbürger (25%), pflichtorientierte, konventionsbestimmte Arbeitnehmer (11%), linksliberale-linksalternative Menschen (5%), aufstiegsorientierte, jungere Menschen (10%), unauffällige, eher passive Arbeitnehmer (13%)."
Das ist also Deutschland. Zumindest hat es (schreibt Kevenhörster) Peter Gluchowski so herausgefunden (am Beispiel der Bundestagswahl 1987). Es geht (bei Kevenhörster) darum, den vielfach unterstellten Wertewandel der Gesellschaft seit den 1960er Jahren in Lebensstilen zu fassen. Er kommt dabei - erwartungsgemäß - zu dem Ergebnis, dass der Wertewandel kein allgemeines Phänomen aller Individuen ist, sondern sich in erster Linie in der Ausdifferenzierung von Lebensstilen und Wertorientierungen niederschlägt. Wen wundert das? Kevenhörster jedenfalls nicht, er hat in seinem Einführungsbuch daher auch ein schönes, angenehm kurzes Kapitel zur "Politik der Postmoderne" (S. 395-414) untergebracht. Mehr dazu vielleicht später.
Nachweis: Paul Kevenhörster, Politikwissenschaft Band 1: Entscheidungen und Strukturen der Politik, Opladen: Leske + Budrich 1997, S. 211f.
Von Gluchowski (bei Kevenhörster Gluckowski) wird zitiert: Peter Gluchowski, »Lebensstile und Wählerverhalten«, in: Hans-Joachim Veen (Hg.), Wählerverhalten im Wandel. Bestimmungsgründe und politischkulturelle Trends am Beispiel der Bundestagswahl 1987, Paderborn - München - Wien - Zürich: Schöningh, 1991, S. 209-244, hier: S. 215.
Das ist also Deutschland. Zumindest hat es (schreibt Kevenhörster) Peter Gluchowski so herausgefunden (am Beispiel der Bundestagswahl 1987). Es geht (bei Kevenhörster) darum, den vielfach unterstellten Wertewandel der Gesellschaft seit den 1960er Jahren in Lebensstilen zu fassen. Er kommt dabei - erwartungsgemäß - zu dem Ergebnis, dass der Wertewandel kein allgemeines Phänomen aller Individuen ist, sondern sich in erster Linie in der Ausdifferenzierung von Lebensstilen und Wertorientierungen niederschlägt. Wen wundert das? Kevenhörster jedenfalls nicht, er hat in seinem Einführungsbuch daher auch ein schönes, angenehm kurzes Kapitel zur "Politik der Postmoderne" (S. 395-414) untergebracht. Mehr dazu vielleicht später.
Nachweis: Paul Kevenhörster, Politikwissenschaft Band 1: Entscheidungen und Strukturen der Politik, Opladen: Leske + Budrich 1997, S. 211f.
Von Gluchowski (bei Kevenhörster Gluckowski) wird zitiert: Peter Gluchowski, »Lebensstile und Wählerverhalten«, in: Hans-Joachim Veen (Hg.), Wählerverhalten im Wandel. Bestimmungsgründe und politischkulturelle Trends am Beispiel der Bundestagswahl 1987, Paderborn - München - Wien - Zürich: Schöningh, 1991, S. 209-244, hier: S. 215.
chigliak - 2006-01-14 13:45
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