Nach der Studienreform
"[...] wobei naturgemäß Langeweile aufkam. Wurde diese zu groß, gab man die Verführungsträume auf und goß Wasser auf die Passanten oder beschoß die Damen durch ein Blasrohr mit Erbsen oder rief den vorbeigehenden Magistern Spottnamen nach, und wenn diese sich dann empörten, verfolgte man sie in Grüppchen bis zu ihrem Haus und warf Steine an ihre Fenster, denn die Studenten waren ja schließlich diejenigen, die sie bezahlten, und hatten daher gewisse Rechte."
So war das - nach Baudolino - an der Pariser Universität Ende des 12. Jahrhunderts. Die Langeweile kam vom Warten auf Damen, die zu bezirzen waren, in einem Umfeld, in dem es immer mehr Studenten als bezierzungswürdige Damen gab.
Nachweis: Umberto Eco, Baudolino, übersetzt von Burkhart Kroeber, München: Deutscher Taschenbuch Verlag, 2003, S. 90. Original Mailand 2000, dt. Erstausgabe München 2001.
So war das - nach Baudolino - an der Pariser Universität Ende des 12. Jahrhunderts. Die Langeweile kam vom Warten auf Damen, die zu bezirzen waren, in einem Umfeld, in dem es immer mehr Studenten als bezierzungswürdige Damen gab.
Nachweis: Umberto Eco, Baudolino, übersetzt von Burkhart Kroeber, München: Deutscher Taschenbuch Verlag, 2003, S. 90. Original Mailand 2000, dt. Erstausgabe München 2001.
chigliak - 2006-06-17 14:33
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