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11
Mrz
2007

Gotteslästerung

"Er bot dem jungen Mann die Hostie. Miguel schluckte sie behutsam hinunter. Im vergangen Jahr hatte einer versehentlich in die Oblate gebissen, worauf man ihm alle Zähne herausgerissen hatte und die Zunge obendrein."

Das waren noch andere Zeiten Anno 1579 in Saragossa, unter der Fuchtel der Inquisition. Hostienschänder konnten überall stecken und ein abtrünniger Christ wurden hinter jedem Neugetauften vermutet. Claudia von Canons Buch erinnert ein wenig an den Medicus von Saragossa, verschlägt den Helden aber nicht nur auf eine Odyssee durch Spanien, sondern insbesondere nach Padua und Basel. Und er ist auch kein Jude, sondern Sohn eines von der Inquisition verfolgten ehemaligen Leibarztes von Karl V. und Philipp II..

Nachweis: Claudia von Canon, Das Haus in Saragossa, Wien - Hamburg: Paul Zsolnay, 1984, S. 93 (Original The inheritance, 1983, von der Autorin selbst übersetzt).

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