Dachsbauagenturwerber
"The horror mounts as we realise this is a description of ourselves, pursuing ends that, as soon as we step outside their logic, seem appallingly trivial. All we are doing is wasting tume until we die. The Office is Kafka made for primetime television."
The Office ist das britische Original von Stromberg. Und die erwähnte Kurzgeschichte von Kafka ist Der Bau, in der ein Dachs fein und ohne zu zweifeln erklärt, wie er einen Dachsbau baut. Was das alles miteinander zu tun hat? Das obige Zitat ist aus einer Buchbesprechung in der Kulturbeilage der Sunday Times über Then We Came to the End von Joshua Ferris, einem Buch, in dem es offenbar um den Alltag der Menschen in einer Werbeagentur in Chicago geht, um ihren Überlebenskampf um kleine Privilegien (kostenlose Bagels) und symbolische Beförderungen (vom creveep zum ackveep) und um das Problem, dass Menschen in Werbeagenturen zwar furchtbar wichtig sind, aber letzlich vor allem die Produktion anderer verkaufen. Das macht sie zwar nicht unnütz, aber ihre Nützlichkeit ist erst die erste Ableitung der Arbeit anderer. Uns Wirtschaftshistorikern geht es ... wir produzieren Deutungen der Leistungen und Fehlleistungen anderer, manche von uns sogar der Werbeagenten von anno dazumal. Wir haben nichtmal einen Wasserspender im Büro, und nur eine sehr billige Kaffeemaschine.
Nachweis: Bryan Appleyard: »You'd be mad to work here. A book about office life is the hot topic around the water coolers of America. So is there romande in the daily grind after all?«, The Sunday Times Culture, 1. April 2007, S. 8f.
The Office ist das britische Original von Stromberg. Und die erwähnte Kurzgeschichte von Kafka ist Der Bau, in der ein Dachs fein und ohne zu zweifeln erklärt, wie er einen Dachsbau baut. Was das alles miteinander zu tun hat? Das obige Zitat ist aus einer Buchbesprechung in der Kulturbeilage der Sunday Times über Then We Came to the End von Joshua Ferris, einem Buch, in dem es offenbar um den Alltag der Menschen in einer Werbeagentur in Chicago geht, um ihren Überlebenskampf um kleine Privilegien (kostenlose Bagels) und symbolische Beförderungen (vom creveep zum ackveep) und um das Problem, dass Menschen in Werbeagenturen zwar furchtbar wichtig sind, aber letzlich vor allem die Produktion anderer verkaufen. Das macht sie zwar nicht unnütz, aber ihre Nützlichkeit ist erst die erste Ableitung der Arbeit anderer. Uns Wirtschaftshistorikern geht es ... wir produzieren Deutungen der Leistungen und Fehlleistungen anderer, manche von uns sogar der Werbeagenten von anno dazumal. Wir haben nichtmal einen Wasserspender im Büro, und nur eine sehr billige Kaffeemaschine.
Nachweis: Bryan Appleyard: »You'd be mad to work here. A book about office life is the hot topic around the water coolers of America. So is there romande in the daily grind after all?«, The Sunday Times Culture, 1. April 2007, S. 8f.
chigliak - 2007-04-02 22:18
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