Surinams Niedergang (früher)
"Schon in den Jahren, als Suriname im Besitz der Engländer war (1804-1816), begann der Verfall der Kolonie und seitdem ist wenig Besserung eingetreten. Englischerseits wurden nämlich die Gesetze gegen die Sklaverei in Suriname eingeführt. [...] Man versuchte es noch mit Arbeitern aus Madera und China, doch die Kolonie verfiel immer mehr. Hieran kehrte sich die öffentliche Meinung jedoch wenig und am 8. August 1862 entstand das für diese Kolonie verhängnisvolle, in Princip natürlich gute Emancipationsgesetz, wodurch dem Landbau die Arbeitskräfte größtenteils entzogen wurden."
Ein ähnliches, dramatischeres Schicksal wie die damalige niederländische Kolonie hatte zuvor auch Haiti ereilt, wo seit 1791 durch die Ideen der Französischen Revolution inspirierte mulattische Pflanzer und schwarze Sklaven für Freiheit und Unabhängigkeit von Frankreich gekämpft hatten, die sie 1804 erlangten, "als erste Farbigenrepublik der Geschichte" (Osterhammel/Petersson). Das zuvor bedeutendste Zuckerproduktionsgebiet der Welt verabschiedete sich aber infolge der Abschaffung der Sklavenwirtschaft schon bald aus der Weltwirtschaft, in der es noch heute nur die Rolle eines naturkatastrophengebeutelten Armenhauses spielt.
Nachweis: Henri de Réus/G.S. Endt, Die Handelspolitik der Niederlande in den letzten Jahrzehnten, in: Gustav Schmoller (Hg.): Die Handelspolitik Nordamerikas, Italiens, Österreichs, Belgiens, der Niederlande, Dänemarks, Schwedens und Norwegens, Rußlands und der Schweiz in den letzten Jahrzehnten sowie die deutsche Handelsstatistik von 1880 bis 1890. Berichte und Gutachten veröffentlicht vom Verein für Socialpolitik, Leipzig: Duncker & Humblot, 1892 (= Schriften des Vereins für Socialpolitik 49 bzw. Die Handelspolitik der wichtigeren Kulturstaaten in den letzten Jahrzehnten 1), S. 239-271, hier: S. 251.
Zu Haiti s. Jürgen Osterhammel/Niels P. Petersson: Geschichte der Globalisierung. Dimensionen, Prozesse, Epochen, München: C.H. Beck, 2003 (= Beck Wissen bzw. Beck'sche Reihe 2320), S. 49.
Ein ähnliches, dramatischeres Schicksal wie die damalige niederländische Kolonie hatte zuvor auch Haiti ereilt, wo seit 1791 durch die Ideen der Französischen Revolution inspirierte mulattische Pflanzer und schwarze Sklaven für Freiheit und Unabhängigkeit von Frankreich gekämpft hatten, die sie 1804 erlangten, "als erste Farbigenrepublik der Geschichte" (Osterhammel/Petersson). Das zuvor bedeutendste Zuckerproduktionsgebiet der Welt verabschiedete sich aber infolge der Abschaffung der Sklavenwirtschaft schon bald aus der Weltwirtschaft, in der es noch heute nur die Rolle eines naturkatastrophengebeutelten Armenhauses spielt.
Nachweis: Henri de Réus/G.S. Endt, Die Handelspolitik der Niederlande in den letzten Jahrzehnten, in: Gustav Schmoller (Hg.): Die Handelspolitik Nordamerikas, Italiens, Österreichs, Belgiens, der Niederlande, Dänemarks, Schwedens und Norwegens, Rußlands und der Schweiz in den letzten Jahrzehnten sowie die deutsche Handelsstatistik von 1880 bis 1890. Berichte und Gutachten veröffentlicht vom Verein für Socialpolitik, Leipzig: Duncker & Humblot, 1892 (= Schriften des Vereins für Socialpolitik 49 bzw. Die Handelspolitik der wichtigeren Kulturstaaten in den letzten Jahrzehnten 1), S. 239-271, hier: S. 251.
Zu Haiti s. Jürgen Osterhammel/Niels P. Petersson: Geschichte der Globalisierung. Dimensionen, Prozesse, Epochen, München: C.H. Beck, 2003 (= Beck Wissen bzw. Beck'sche Reihe 2320), S. 49.
chigliak - 2004-11-07 23:39
0 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks




Trackback URL:
http://macondo.twoday.net/stories/393252/modTrackback