»... die Franzosen!«
"»Die Christliche Freie Kompanie, mein Junge. Das sind wir. Ein gemeiner Haufen von Arschlöchern sind wir, so gemein wie nur irgendeiner, den du diesseits der Hölle, der Alpen und des Jüngesten Tages treffen kannst. Vergiß das nie, junger Salvestro. Und vergiß auch das nicht.« Il Capo beugte sich von seinem Thron vor, keuchte pfeifend, sammelte sich wieder. »Bei Christus, wir hassen die Franzosen«.
Die Christliche Freie Kompanie lebt davon, durch Dörfer in Tirol (und Norditalien) zu ziehen. Hier stimmt Il Capo, ihr Anführer, seinen Sermon an. Sie (etwa acht Personen) seien der Rest einer Kompanie von hundert Mann, die in einer blutigen Schlacht zur Verteidigung eines eine Tagesreise entfernten Weihers (z.B. Schlam) vernichtet worden sei. In diesem Krieg sei gar Innsbruck niedergebrannt worden. Der Krieg werde zwar wahrscheinlich an diesem Dorf vorbeiziehen, aber sie zögen es vor weiter zu fliehen - vor den Franzosen. Spätestens jetzt greift die Dörfler die Furcht und sie bitten die Kompanie zu ihrer Verteidigung zu bleiben. So schlagen sie sich vier bis sieben Tage auf Kosten der Einwohner durch und fliehen bei Nacht und Nebel, wenn der Unmut über die faulen Söldner zu groß zu werden droht. Salvestro sitzt in einem Käfig, in der Rolle eines französischen Gefangenen. Il Capo ist ein charismatischer Führer, der von zwei Männern in einem Korb getragen wird, weil er seine Füße verloren hat, die er mumifiziert immer bei sich trägt. Der Erhaltungszustand der Füße wird gemeinhin als ein Wunder angesehen und trägt Il Capo überall zusätzlichen Respekt ein.
Nachweis: Lawrence Norfolk, Ein Nashorn für den Papst, aus dem Englischen von Gisbert Haefs, Hanswilhelm Haefs, Gerald Jung und Gisela Stege, München: Albrecht Knaus, 1996, S. 117
Die Christliche Freie Kompanie lebt davon, durch Dörfer in Tirol (und Norditalien) zu ziehen. Hier stimmt Il Capo, ihr Anführer, seinen Sermon an. Sie (etwa acht Personen) seien der Rest einer Kompanie von hundert Mann, die in einer blutigen Schlacht zur Verteidigung eines eine Tagesreise entfernten Weihers (z.B. Schlam) vernichtet worden sei. In diesem Krieg sei gar Innsbruck niedergebrannt worden. Der Krieg werde zwar wahrscheinlich an diesem Dorf vorbeiziehen, aber sie zögen es vor weiter zu fliehen - vor den Franzosen. Spätestens jetzt greift die Dörfler die Furcht und sie bitten die Kompanie zu ihrer Verteidigung zu bleiben. So schlagen sie sich vier bis sieben Tage auf Kosten der Einwohner durch und fliehen bei Nacht und Nebel, wenn der Unmut über die faulen Söldner zu groß zu werden droht. Salvestro sitzt in einem Käfig, in der Rolle eines französischen Gefangenen. Il Capo ist ein charismatischer Führer, der von zwei Männern in einem Korb getragen wird, weil er seine Füße verloren hat, die er mumifiziert immer bei sich trägt. Der Erhaltungszustand der Füße wird gemeinhin als ein Wunder angesehen und trägt Il Capo überall zusätzlichen Respekt ein.
Nachweis: Lawrence Norfolk, Ein Nashorn für den Papst, aus dem Englischen von Gisbert Haefs, Hanswilhelm Haefs, Gerald Jung und Gisela Stege, München: Albrecht Knaus, 1996, S. 117
chigliak - 2005-05-06 22:16
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