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7
Mai
2005

So ist das mit dem Leviathan:

"Die Individuen kommen deshalb überein, einen Gesellschaftsvertrag zu schließen, in dem jeder garantiert, auf sein natürliches »Recht auf alles« - auch auf das Leben anderer - zu verzichten. Und die staatliche Gewalt, die einzusetzen die einzelnen vereinbaren, soll die Einhaltung dieses Verzichts gewährleisten."

Der von Thomas Hobbes (1588-1679) im Leviathan beschriebene Gesellschaftsvertrag begründet dabei keinen demokratischen Staat, er schafft vielmehr eine Institution, die die Individuen dazu zwingt, friedlich miteinander umzugehen. Die staatliche Gewalt ist - einmal in der Welt - unbegrenzt. Die Idee Herrschaft selbst vertraglich zu binden, haben erst Locke, Rousseau, Kant und andere ausgebaut - mit wechselnden Ideen darüber, ob der Mensch eigentlich vernünftig (Platon, Locke), eigentlich eigennützig (Hobbes), nur von der Gesellschaft korrumpiert (Rousseau) oder sowohl zu Vernunft- als auch zu sinnlich motivierten Handlungen fähig (Kant) ist. (In unzulässiger Kurzversion zusammengeschustert.)

Nachweis: Michael Becker, »Politische Philosophie«, in: Manfred Mols, Hans-Joachim Lauth und Christian Wagner (Hg.), Politikwissenschaft: Eine Einführung, Paderborn u.a.: Ferdinand Schöningh, 21996 (= UTB Uni-Taschenbücher 1789), S. 171-202, hier: 180 (und 183ff.).
Becker zitiert folgende Leviathan-Ausgabe: Thomas Hobbes, Leviathan oder Stoff, Form und Gewalt eines kirchlichen und bürgerlichen Staates, herausgegeben und eingeleitet von Iring Fetscher, Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1984, Teil I, Kap. 13. Er ist aber auch auf englisch z.B. hier via Oregon State University zu finden.

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