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21
Mai
2005

»Der kommt nie wieder!«

"Aber ich merkte wohl, daß man stark glaubte, du würdest mich vergessen. Mit meiner Mutter hatte ich eine kürzere aber eine ähnliche Unterredung, wobey es doch schien, als wenn sie mich liebte."

Die Kaufmannstochter Meta Moller (1728-1758) schreibt am 16. Juli 1752 aus ihrem heimischen Billwärder (Hamburg) an ihren Geliebten und baldigen Verlobten Friedrich Gottlieb Klopstock, der am Tag zuvor gen Braunschweig über Lüneburg abgereist ist. Beide hatten sich ein Jahr zuvor in Hamburg kennengelernt. Meta war eine glühende Verehrerin von Klopstocks empfindsamen Gedichten. Die beiden lebten eine empfindsame Liebe (dazu: PDF; anderes Zitat aus Metas Brief: "Vorher will ich dir sagen, daß ich mich ganz wohl befinde u... - - ach! das weist du ja, daß ich dich unaussprechlich liebe."), heirateten 1754 (Klopstock, der in Kopenhagen lebte, war trotz der Befürchtung von Metas Mutter und Stiefvater zurückgekehrt) und wurden durch Metas Tod bei der Todgeburt ihres ersten Kindes auseinandergerissen. 1759 gab Klopstock postum die Werke seiner ebenfalls dichtenden Frau heraus. (Infos v.a. von hier).

Klopstock steht im Ruf, der erste bürgerliche Berufsschriftsteller deutscher Sprache gewesen zu sein.

Nachweis: Meta Klopstock, »Empfindsame Liebe mit familiären Seitenhieben«, in: Paul Burgard (Hg.), Die Frühe Neuzeit. Ein Lesebuch zur deutschen Geschichte 1500-1815, München: Beck, 1996 (= Beck'sche Reihe 4010), S. 271-274, hier: 273, 274; dieser Abschnitt ist ein von Burgard betitelter Auszug aus: Franziska und Hermann Tiemann (Hg.), Es sind wunderliche Dinger, meine Briefe. Meta Klopstocks Briefwechsel mit Friedrich Gottlieb Klopstock und mit ihren Freunden 1751-1758, München: C.H. Beck, 1980, S. 162-165.

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