Auch Inquisition ist Bürokratie
"En las segunda mitad del siglo [XVIII, chgl.], muy mediatizada la Inquisición por el gobierno, los lectores de obras censuradas aumentan al proliferar las licencias concedidas a los intelectuales y a las sociedades económicas, lo que explica el renacimiento intelectual del país. Por otro lado, la lentitud del procedimiento inquisitorial permite a los textos expedientados deambular con impunidad, como en el caso de los ensayos de Locke, que tardarían setenta años, una vez abierto el proceso."
So sah ein Teil der Aufklärung in Spanien auf, als Karl III. und sein Sohn Karl IV. Könige waren. Besonders ersterer macht sich als "aufgeklärter Despot" einen Namen. Er förderte Wissenschaft und Wirtschaft (unter anderem ließ er die Ausgrabungen in Pompeii beginnen) und versuchte gleichzeitig den Einfluss der Kirche zurückzudrängen, indem er die Macht der Inquisition beschnitt, den Erwerb von Land durch die sog. toten Hände (Kirche und religiöse Orden) einschränkte und 1767 die Jesuiten aus Spanien und seinen Kolonien vertrieb. Sein Sohn Karl IV. regierte weniger glücklich: Er verliess sich auf seinen Favoriten Manuel Godoy, der gleichzeitig Liebhaber der Königin war und in Spanien zunehmend in Ungnade viel, als er im Gegenzug zur Französischen Revolution die Aufklärung fahren ließ und einen konservativen Despotismus praktizierte. Durch den Aufstand von Aranjuez (1808) schließlich wurde Karl IV. durch seinen Sohn zur Abdankung gezwungen. Dieser regierte nur kurz als Ferdinand VII., bis er am 5. Mai 1808 von Napoleon zur Abdankung gewungen und durch dessen älteren Bruder Joseph ersetzt wurde. Nach dessen Sturz und Vertreibung 1814 kehrte Ferdinand zurück und regierte bis 1833. Da er keinen Sohn hatte, kam es nach seinem Tod zu kriegerischen Thronstreitigkeiten zwischen seiner Tochter Isabel und dem Prätendenten Don Carlos María Isidro, den sogenannten Carlistenkriegen. Aber das führt viel zu weit.
Nachweis: Fernando García de Cortázar und José Manuel González Vesga, Breve Historia de España, Madrid: Alianza, 2000 (Alianza »Área de conocimiento: Humanidades«), S. 408 (Originalauflage ebendort 1994).
So sah ein Teil der Aufklärung in Spanien auf, als Karl III. und sein Sohn Karl IV. Könige waren. Besonders ersterer macht sich als "aufgeklärter Despot" einen Namen. Er förderte Wissenschaft und Wirtschaft (unter anderem ließ er die Ausgrabungen in Pompeii beginnen) und versuchte gleichzeitig den Einfluss der Kirche zurückzudrängen, indem er die Macht der Inquisition beschnitt, den Erwerb von Land durch die sog. toten Hände (Kirche und religiöse Orden) einschränkte und 1767 die Jesuiten aus Spanien und seinen Kolonien vertrieb. Sein Sohn Karl IV. regierte weniger glücklich: Er verliess sich auf seinen Favoriten Manuel Godoy, der gleichzeitig Liebhaber der Königin war und in Spanien zunehmend in Ungnade viel, als er im Gegenzug zur Französischen Revolution die Aufklärung fahren ließ und einen konservativen Despotismus praktizierte. Durch den Aufstand von Aranjuez (1808) schließlich wurde Karl IV. durch seinen Sohn zur Abdankung gezwungen. Dieser regierte nur kurz als Ferdinand VII., bis er am 5. Mai 1808 von Napoleon zur Abdankung gewungen und durch dessen älteren Bruder Joseph ersetzt wurde. Nach dessen Sturz und Vertreibung 1814 kehrte Ferdinand zurück und regierte bis 1833. Da er keinen Sohn hatte, kam es nach seinem Tod zu kriegerischen Thronstreitigkeiten zwischen seiner Tochter Isabel und dem Prätendenten Don Carlos María Isidro, den sogenannten Carlistenkriegen. Aber das führt viel zu weit.
Nachweis: Fernando García de Cortázar und José Manuel González Vesga, Breve Historia de España, Madrid: Alianza, 2000 (Alianza »Área de conocimiento: Humanidades«), S. 408 (Originalauflage ebendort 1994).
chigliak - 2005-09-04 13:32
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